
Mütter meinten es schon immer gut mit ihren Kindern, wenn sie ihnen den obligatorischen Löffel Lebertran verabreichten. Und in manchen Gegenden wird Lebertran auch heute noch als „Fischöl“ bezeichnet.
Besser nicht. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht fällt zwar vor allem der hohe Vitamin-A- und D-Gehalt des Lebertrans positiv auf. Doch der Anteil von Omega-3 Fettsäuren im Lebertran ist gering. Dies nun auszugleichen, indem man größere Mengen Lebertran zu sich nimmt, wäre unklug.
Denn Lebertran wird aus Dorschleber hergestellt. Diese ist ein Entgiftungsorgan, in dem sich schädliche Stoffe sammeln, wie sie heutzutage im Wasser der Meere vorkommen. Aus diesem Grund sollte man die Zufuhr von Lebertran begrenzen, so dass Lebertran nicht als Lieferant einer ausreichenden Menge von Omega-3 Fettsäuren in Frage kommt.
Statt Lebertran empfiehlt sich deshalb die ergänzende Einnahme von schadstoffreduzierten Fischöl-Kapseln.
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Michael Walter, Frankfurt